Unsere Artikel zu
Geschichte
Kurze Chronik der Pius-Päpste
Im Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, sind wir zum zweiten Male in diesem Jahr ohne Papst. In die Klage über die Hoffnung auf einen neuen Heiligen Vater, der endlich der Wahrheit wieder zum Durchbruch verhilft. "Wir brauchen einen neuen Pius!" hört man in Stadt und Land. Was steckt hinter dieser Forderung?
Pfarrer Hans Milch – eine große Stimme des katholischen Glaubens
Das Jahr 2012 ist in vierfacher Hinsicht ein Gedenkjahr an Pfarrer Milch. Vor 50 Jahren wurde er Pfarrer von St. Martinus in Hattersheim am Main, vor 40 Jahren gründete er die Gebets- und Sühnegemeinschaft actio spes unica, vor 30 Jahren fand die Einweihung der von ihm erbauten Kirche St. Athanasius in Hattersheim statt, und vor 25 Jahren wurde er von einem geistig gestörten Menschen ermordet. Eckpunkte seiner Tätigkeit, Kampf gegen die Selbstzerstörung der Kirche und seine Schicksalsjahre genauer beleuchtet.
Multikultur und Christentum
„Ich habe noch andere Schafe, welche nicht aus diesem Schafstall sind; auch diese muss ich herbeiführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde werden und ein Hirte“ (Joh 10,16). Diese Worte aus dem Johannes-Evangelium machen deutlich, dass Jesus von Anfang an ein Auge auf jene geworfen hat, welche dem alttestamentlichen Gottesreich nicht angehörten, die er aber in seiner unermesslichen Liebe auch „an sich ziehen“ (Joh 12,32) wollte. Seine ausgestreckten Arme am Kreuz sind Sinnbild dieser weltumspannenden Liebe. Den Aposteln und ihren Nachfolgern gab er den Auftrag, sich auch um die Schafe außerhalb des Schafstalls zu kümmern und sie unter seiner Führung und mit seiner Hilfe zu einer Herde zusammenzuführen, ut unum sint – „damit sie eins seien“.
Barock und Rokoko
Wie kam es nun dazu, dass man gerade in der kämpferischen Zeit der Gegenreformation diese herrlichen und himmlisch-glanzvollen Prachtkirchen baute? Neben der Absicht, Gott nur das Schönste und Edelste darbieten zu wollen, war es auch Ziel der Gegenreformation, dem Menschen bei seinem Ringen um die Schätze des Himmels den Weg zu weisen, indem man versuchte, die Glaubenswahrheiten durch die herrlichen Darstellungen stofflich so zu arrangieren, dass sie die Wahrheit enthüllten und den Menschen schon hier auf Erden den Himmel erahnen ließen.
Filmbesprechung: Der Untergang der Borgias
Gemeinhin werden mit dem Namen der spanischen Adelsfamilie Borgia Intrigen, Machtgier und sexuelle Ausschweifung verbunden. Daher verwundert auch die große Popularität dieser Familie bei der Filmindustrie nicht; allein im Jahr 2011 wurden zwei groß angelegte Fernsehserien über die Borgias und ihren bekanntesten Sprössling, Papst Alexander VI. (Rodrigo Borgia 1431–1503), produziert; die eine wurde durch öffentliche, die andere durch einen privaten Geldgeber finanziert.
Der Freiheitskampf des irischen Volkes und die Rolle der katholischen Kirche (Teil 2)
Irland kennt man von romantischen Bildern mit grünen Wiesen und dramatischen Steilküsten. Auf viele Menschen hat die unberührte Natur und die freundliche Bevölkerung eine faszinierende Wirkung. Aber nur wenige kennen die tragische Geschichte dieser leidgeprüften Nation. Das katholische Irland hatte jahrhundertelang unter der Knechtschaft des protestantischen Großbritannien zu leiden. Hier soll nun versucht werden, diese abwechslungsreiche Geschichte darzustellen.
Die Reformation
Als Reformation wird im engeren Sinne eine Bewegung oder ein Prozess im 16. Jh. bezeichnet, der letztlich zur Zerstörung der Glaubenseinheit der abendländischen Christenheit und zur Entstehung zahlreicher von der katholischen Kirche getrennter religiöser Denominationen führte, die unter dem Begriff „Protestantismus“ zusammengefasst werden.
Die Auferstehung Christi und die moderne Naturwissenschaft
Auf den ersten Blick scheint die Gegenüberstellung von Auferstehung Christi und Naturwissenschaft provokant. Wie soll ein Ereignis, das im Bereich der Transzendenz seine Erklärung findet, mit einer dem rein Irdischen zugewandten Wissenschaft in Verbindung zu bringen sein? Und doch hat nichts den Glauben an die Realität der Auferstehung Christi so zerrüttet wie die zeitgenössische Erforschung der Natur.
Die abendländische Reaktion – Teil 1
Über das Zweite Vatikanische Konzil (1962– 1965) wird auch über 45 Jahre danach noch intensiv gestritten. Dabei wird nicht selten der Anschein erweckt, alleine mit einer Revision dieses Konzils könnte man die derzeitige Kirchenkrise beenden. Zum einen jedoch fanden die Ideologien, die für den heutigen Zustand der katholischen Kirche hauptverantwortlich sind und meist mit dem Schlagwort „Modernismus“ zusammengefasst werden, schon Jahrzehnte vor dem Konzil Verbreitung. Zum anderen wird außer Acht gelassen, dass eben diese Ideologien nun seit über 200 Jahren einen entscheidenden Einfluss auf Politik und Gesellschaft haben. Die mitunter tiefen Gräben, die sie bei ihrem erstmaligen Auftreten gezogen haben, sind nun schon lange zugeschüttet. Auf diesem Boden hat man gewaltige Festungen errichtet, um zu zeigen, dass Alternativen nicht möglich sind. Oder vielmehr, dass Alternativen nicht möglich sein dürfen.
Christliche Architektur
Heute erkennt man an manchen Orten kaum noch, dass es sich überhaupt um eine Kirche handelt. Man duldet im Inneren keine Heiligenstatuen, keine schönen Gemälde mehr; kaum etwas Edles oder üppiger Blumenschmuck ist noch zu sehen; nicht einmal den Herrn im Sakrament duldet man noch im Zentrum, sondern stellt ihn unauffällig auf die Seite, z. B. in einen Pfeiler oder in eine Seitenkapelle. Welch ein Unterschied zu den vorausgegangenen Epochen der Sakralarchitektur, besonders wenn wir die Gotik mit ihrer tiefen Symbolik und Verwirklichung der Hl. Schrift im Kirchenbau betrachten – vom „himmlischen Jerusalem“ zum „Betonbunker“! Der hl. Eusebius bezeichnete das Kirchengebäude im Jahre 314 als „Stadt des Herrn der Heerscharen“ und der syrische Dichter Baläus († 450) schrieb: „Es ist kein gewöhnliches Haus, sondern der Himmel auf Erden, weil der Herr darin wohnt.“









