Wanderlager 2026
Herrlich die Hügel, heiß ist der Wind,
Schlösser, die ruhen, Wein der da rinnt;
singend wir grüßen der Heiligen Land, Frankreich wird es genannt.
(Refrain des diesjährigen Wanderlagerliedes)
Begeben wir uns also nach Südfrankreich! In der Nähe von Lyon treffen wir auf eine Wanderlagergruppe. Bepackt mit großen Rucksäcken laufen sie Kilometer für Kilometer zum nächsten Ziel. Der Weg führt an malerischen Dörfern mit steinernen, blumengeschmückten Häusern vorbei. Sanfte Hügel zieren die Landschaft, in der zwischendurch eine Burg oder ein Schloss auftaucht. Ein leichter Windhauch weht den Duft der Weinreben herüber.
Gegen Abend, nach einigen gelaufenen Kilometern, steht die Gruppe vor einer neuen Herausforderung: Wo können wir heute Nacht unser Lager aufschlagen? Ein Schulgebäude? Ein Ferienhaus? Eine Rinderfarm? Oder sogar ein Friedhof?
Doch unabhängig davon, wo ein Nachtquartier gefunden wurde, waren es vor allem die Begegnungen und Gespräche mit den Gastgebern, die uns besonders in Erinnerung bleiben. So durften wir in einem kleinen, beschaulichen Dorf von einem Mann lernen, wie man ein Seil von Hand dreht. An einem anderen Abend wurde zusammen mit einem jungen Ehepaar gegrillt, bevor anschließend eine Partie Boccia nach der anderen in der einsetzenden Abenddämmerung gespielt wurde.
Wir erkundeten einige historische Städte, darunter Avignon mit dem Papstpalast und der bekannten Brücke Pont d’Avignon.
In Orange bestaunten wir das antike Theater aus römischer Zeit sowie den Triumphbogen, den wir in der sternklaren Laurentiusnacht mit ihren vielen Sternschnuppen bewundern durften.
Ein Muss war der Besuch des beschaulichen Dorfes Ars, in dem der Heilige Jean-Marie Vianney ab 1818 wirkte und viele Menschen zum Glauben bekehrt hat. Wir besichtigten die Basilika und den Glasschrein, in dem der Heilige verehrt wird.
Ein absoluter Höhepunkt war der kurze Abstecher ans Mittelmeer in der Nähe von Toulon. Auf einer alten Bunkeranlage mit Blick auf das dunkelblau glitzernde Mittelmeer durften wir in der Morgensonne die heilige Messe feiern. Natürlich durften Schwimmen und das Schlafen in Hängematten unter Pinienbäumen nicht fehlen.
An den Wochenenden führte uns der Weg zu Gruppenunterkünften, in denen sich alle Gruppen wieder trafen. Am ersten Wochenende ging es am Samstag gleich sportlich weiter zu einer Zipline, von der aus wir Frankreich von oben bestaunen durften. Anschließend stand ein Abstecher in den Ninja-Warrior-Park auf dem Programm, in dem wir unsere Kräfte mächtig auf die Probe stellten. Die gemeinsamen, bunten Abende mit Spielen, kleinen Wettbewerben, einem Volleyballturnier und dem Singen von Liedern rundeten die Wochen richtig schön ab.
Nach drei Wochen lassen wir das Wanderlager und die wunderschöne Landschaft mit den Weinbergen, den bemerkenswerten kleinen Dörfern und den Burgen Südfrankreichs hinter uns. Der Abschied fällt uns definitiv schwer, aber wir dürfen dankbar auf die gemeinsame Zeit, die vielen Erlebnisse und Eindrücke sowie die neu entstandenen Freundschaften zurückblicken. Eine Speicherkarte mit 2.300 Fotos erzählt von den gesamten drei Wochen Wanderlager.
Gestärkt im Glauben durch die heilige Messe, Vorträge sowie tiefgründige Gespräche und Diskussionen machten wir uns schließlich auf den Weg zurück nach Hause.











