Wallfahrt nach Kevelear

Veröffentlicht am: 13.06.2022|Kategorien: Aktuelles, Veranstaltung|Lesezeit: 3,8 min|

Pfingstwallfahrt von Köln nach Kevelaer

Freitagabend versammelten sich 16 KJBler im Priorat Köln um in drei Tagen gemeinsam die ca. 100 km nach Kevelaer zu pilgern. Nach einer für die meisten von uns langen Anreise und kurzen Nacht, konnte unser erster Wallfahrtstag mit dem Schönsten und Wichtigsten beginnen: der Hl. Messe. Gestärkt durch diese ging es los zum Kölner Dom. Vor diesem imposanten Bau, der die Reliquien der hl. Drei Könige beherbergt, hielt Fabian die Eröffnungsansprache: So wie die heiligen drei Könige machen auch wir uns auf zu Maria, und durch sie zu Jesus. Wir verlassen unsere Komfortzone und begeben uns auf die Suche. Die Suche nach dem Sinn unseres Lebens, Jesus Christus, und nach dem, was er von uns verlangt. Ganz wie den hl. Drei Königen, die nur ein armes Kind in einer Krippe und keinen mächtigen König in einem Palast fanden, kann es uns passieren, dass unsere Erwartungen vielleicht nicht erfüllt werden und Christus seinen eigenen Plan hat. Doch ganz wie sie wollen auch wir darauf vertrauen, dass er uns dann etwas geben wird, was unsere Erwartungen bei weitem übertrifft. Dann werden wir wie sie auf einem anderen Weg zurückkehren. Auf einem Weg der von neuem gerade ausgerichtet ist auf unser letztes Ziel, auf den Himmel.

Nach einem wunderschönen ersten Tag, der ein Stück des Jakobsweges entlang ging, durften wir den Vorabend zum hochheiligen Pfingstfest gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen lassen. Am nächsten Morgen lud uns das Glockengeläut der örtlichen Dorfkapelle ein zum feierlichen Hochamt. Welch ein Segen, dass für die geistliche Betreuung eignes Pater Krautschneider mitgekommen war! Munter wallfahrteten wir so auch in den Sonntag hinein und zogen unter Gebet, Gesang, Vorträgen und Betrachtung, die immer einzelne KJBler vorbereitet hatten, unserem zweiten Nachtquartier entgegen. Vom schlechten Wetter blieben wir größtenteils verschont. Entweder haben die Chartres-Wallfahrer das für uns auf sich genommen oder die drei inbrünstigen Salve Regina haben wie so oft ihre Wirkung nicht verfehlt…

Als Abend und Nacht ziemlich nass zu werden versprachen, meinte es die Muttergottes erneut gut mit uns: Wir campierten neben einer Seniorenresidenz, und durften statt einer Wiese, einen Speisesaal als Nachtquartier benutzen!

Am Pfingstmontag machten wir einen kleinen Umweg über Xanten. In der Krypta des Xantner Doms, in der wir auch die Hl. Messe feiern durften, sind der selige Karl Leisner und Heinz Bello bestattet, außerdem ist es eine Gedenkstätte für weitere Martyrer in der Zeit des Nationalsozialismus wie z. B. Nikolaus Groß. Die beeindruckende Lebenszeugnisse dieser durften wir im Laufe der Wallfahrt kennenlernen. Gerade in der heutigen Zeit dienen sie als gute Beispiele, da diese trotz der Missstände der damaligen Zeit an der unwandelbaren christlichen Moral festhielten und für diese einstanden, auch wenn dies ihr Tod bedeutete. Am späten Nachmittag zogen wir schließlich feierlich in Kevelaer ein und brachten alle unsere Sorgen und Anliegen zur Muttergottes von Kevelaer, der Trösterin der Betrübten. Körperlich erschöpft aber geistig erfüllt traten dann alle nach einem gemeinsamen Abschluss-Eis die lange Heimreise wieder an. Doch auch wenn wir nun wieder örtlich getrennt sein mögen, bleiben wir uns immer im Gebet verbunden, das ist das Herrliche an katholischen Freundschaften!

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