Wanderlager 2025

Veröffentlicht am: 17.08.2025|Kategorien: Aktuelles, Allgemein, Veranstaltung|Lesezeit: 2,8 min|

Ein Erlebnis der besonderen Art war das Wanderlager im August. Die Rucksäcke auf dem Rücken waren auch dieses Jahr zwei Gruppen am Start, um das wunderschöne Slowenien auf den Spuren des Seligen Aloizij Grozde, einem jungen slowenischen Märtyrer des 20. Jahrhunderts, in drei Wochen zu durchwandern und kennenzulernen.
Für viele war das Wanderlager eine neue Erfahrung: eine unbekannte Gruppe, ein fremdes Land, drei Wochen ohne Handy, Unterkunftssuche, ein schwerer Rucksack – da sind Abenteuer vorprogrammiert und erlebt haben wir derer auch nicht zu knapp.

Besonders beeindruckend war für mich nicht nur die ruhige Natur, die aussah wie im Bilderbuch sondern vor allem die außergewöhnliche Gastfreundschaft und eine gewisse Volksfrömmigkeit der Slowenen.
Die Begegnungen mit Leuten, die einem morgens nach der Messe zum Frühstück einluden und erstmal Schnaps und Likör servierten, die einem sogar blindlings ihr Auto liehen oder sich anboten uns die Wäsche zu waschen, gehören zu den Erlebnissen, die man nicht vergisst.
Meine Gruppe traf eines Abends auf 30 Jugendliche, die mit uns Gruppentänze tanzten und Lieder sangen. Sie bereiteten grade ein katholisches Lager für Kinder vor und hießen uns in dem Pfarrsaal herzlich mit Croissants, Kaffee und Saft willkommen.
Als Dank sangen wir manchmal ein Lied oder verschenkten Polaroidbilder. Über die wundertätige Medaille, die jeder bekam, mit dem wir in Kontakt kamen, freuten sich die Leute sehr.
Ein Herr, der stark an Lungenkrebs litt, unterhielt sich eines Abends stundenlang mit einem von uns – Deutsch oder Englisch konnte er nicht. Der Kjbler begann mit ihm über den Glauben und zu sprechen, den der alte Mann scheinbar lange nicht gepflegt hatte. Am Ende des Gesprächs war er sichtlich gerührt. Bevor der Kjbler sich verabschiedete, schenkte er dem Herrn eine Medaille. Am nächsten Morgen erfuhren wir, dass dieser nachts verstorben sei – hoffentlich wurde er durch das Gespräch und die Hilfe der Muttergottes gerettet. Für uns war das nicht nur ein prägendes Ereignis, sondern ein Zeichen Gottes Vorsehung.

In drei abenteuerlichen Wanderlagerwochen ergaben sich gute Gespräche und tiefe Freundschaften. Man lernte auf die anderen zu achten (manche lernten auch zu kochen :) und erweiterte seine Komfortzone. Außerdem hatte man viel Zeit und Ruhe, um über die Betrachtung, die Predigten oder Dinge, die einen beschäftigten nachzudenken. Manche sahen das Wanderlager daher auch als eine Art Exerzitien.

Auch wenn ab und zu nicht nur die Füße schmerzten und man sich bei der Heimfahrt so richtig auf sein eigenes Bett und eine warme Dusche freute, war das Wanderlager für alle eine bereichernde Zeit.

Magdalena, KJB Zaitzkofen

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