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Architektur
Christliche Architektur
Heute erkennt man an manchen Orten kaum noch, dass es sich überhaupt um eine Kirche handelt. Man duldet im Inneren keine Heiligenstatuen, keine schönen Gemälde mehr; kaum etwas Edles oder üppiger Blumenschmuck ist noch zu sehen; nicht einmal den Herrn im Sakrament duldet man noch im Zentrum, sondern stellt ihn unauffällig auf die Seite, z. B. in einen Pfeiler oder in eine Seitenkapelle. Welch ein Unterschied zu den vorausgegangenen Epochen der Sakralarchitektur, besonders wenn wir die Gotik mit ihrer tiefen Symbolik und Verwirklichung der Hl. Schrift im Kirchenbau betrachten – vom „himmlischen Jerusalem“ zum „Betonbunker“! Der hl. Eusebius bezeichnete das Kirchengebäude im Jahre 314 als „Stadt des Herrn der Heerscharen“ und der syrische Dichter Baläus († 450) schrieb: „Es ist kein gewöhnliches Haus, sondern der Himmel auf Erden, weil der Herr darin wohnt.“
